Die Legende lebt!

Am Donnerstag der Kieler Woche fand bei bestem Segelwetter das traditionelle Fässchen Race statt. Nachdem die Beteiligung in den vergangenen Jahren eher überschaubar war, gab es diesmal erfreuliche 12 Meldungen. Besonders schön war, dass auch die L23 sowie die drei C55 der Jugendabteilung mit am Start waren.

Nachdem sich das Teilnehmerfeld gemeinsam auf einen zu segelnden Kurs geeinigt hatte, schickte Wettfahrtleiter Ludwig Hinrichs die Flotte um 17:30 Uhr auf die Bahn. Zunächst ging es raumschots zur Tonne K3 vor dem Yachthafen Düsternbrook. Unterwegs musste allerdings die SVK-Regattatonne an Backbord liegen bleiben – eine Vorgabe, die nicht von allen Booten beachtet wurde und daher zu einigen Zeitstrafen führte.

Von der K3 ging es anschließend auf eine interessante Kreuz bis zur Tonne K2, wobei auch die Tonne K4 an Backbord zu lassen war. Von dort segelte die Flotte schließlich mit ausgebaumten Vorsegeln oder unter Spi zurück zur SVK-Regattatonne, bevor ein kurzer Halbwind-Sprint zur Ziellinie das Rennen beendete.

Wieder an Land traf man sich bei einem Kaltgetränk im Vereinsheim, wo die einzelnen Manöver, Entscheidungen und natürlich auch die kleinen Missgeschicke des Rennens noch einmal lebhaft und mit viel guter Laune diskutiert wurden.

Die Preisverteilung fand schließlich am Freitag im Rahmen des SVK-Grillfestes statt. Für alle Teilnehmer hatte Rike liebevoll kleine Tütchen mit Naschkram und frischen Küchenkräutern gepackt – eine Idee, die ausgesprochen gut ankam. Der erste Preis und damit die meisten Naschis gingen an die Carambolage der Jugendabteilung mit Lukas Östermann an der Pinne.

Bei einem Fässchen Race darf natürlich eines nicht fehlen: ein echtes Fässchen Bier, das ausgesegelt wird. Der Gewinner dieses besonderen Preises wurde am Ende ausgelost – allerdings unter der wichtigen Bedingung, dass das Fass anschließend für alle Teilnehmer geöffnet werden musste. Das größte Glück im Spiel hatte Detlef Harken von der „Happy“. Ob es an der großen Hitze des Tages lag oder sich die Zeiten einfach geändert haben – die Teilnehmer schafften es tatsächlich nicht, das kleine Bierfass vollständig zu leeren. Zum Glück fand sich aber ein Vereinskamerad, der sich bereit erklärte, den restlichen Inhalt fachgerecht zu übernehmen.

Die Organisatoren des Fässchen Races bedanken sich bei allen Teilnehmern für ihr faires Segeln, die gute Stimmung und den tollen Abend an Land.

In diesem Sinne: Die Legende lebt – und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Text: Klaus Ricklefs
Foto: Nora Neuenroth