Ausbildung für den Sportbootführerschein See, Sportküstenschifferschein und Sportsegelschein

Im Winterhalbjahr 2022/2023 werden Donnerstag Abends und an ausgewählten Tagen Samstag vormittags durchgehend Kurse für den Sportbootführerschein See und den Sportsegelschein angeboten. Die Anmeldung für die Kurse kann nach den Sommerferien erfolgen.  Die Termine werden ab September im Kalender veröffentlicht.

Der amtliche Sportbootführerschein See (SBF See) berechtigt zum Führen von Motorbooten und Segelyachten unter Motor von jeweils über 11,03 kw (15 PS) auf den deutschen Seeschifffahrtsstraßen. Dies sind vereinfacht ausgedrückt die Küstenmeere und angrenzende Gewässer. Der Sportbootführerschein See wird international als Motorbootschein anerkannt.

Voraussetzungen für den Sportbootführerschein See (SBF See):

  • Ab 16 Jahren
  • Ärztliches Zeugnis für Sportbootführerschein-Bewerber (Vordruck)
  • Vorlage eines gültigen KfZ-Führerscheines oder Führungszeugnisses (Belegart 0) bei Minderjährigen.
  • Teilnehmer unter 18 Jahren benötigen eine beglaubigte Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters (Formular kann angefordert werden).

Die theoretische Prüfung zum Sportbootführerschein See besteht aus einem Fragebogen (Multiplechoice)

Ausreichende Kenntnisse

  • der Navigation,
  • der Seemannschaft,
  • des Seeschifffahrtsrechts,
  • der Wetterkunde und
  • der Fahrzeugführung sind nachzuweisen.

In der praktischen Prüfung zum Sportbootführerschein See müssen die theoretischen Kenntnisse auf einem Boot unter Antriebsmaschine umgesetzt und angewendet werden. Es sind verschiedene Manöver (u.a. das Rettungsmanöver) und Knoten vorzuführen.

Dieser amtliche Führerschein wird für Schiffsführer, die mit einer Yacht in Küstenrevieren bis 12 Seemeilen vor der Küste segeln wollen, empfohlen. Der SKS wird von vielen Yachtvercharterern als Befähigungsnachweis gefordert.

Erst die Kombination von Sportbootführerschein See und dem SKS vermittelt die auf See benötigten Kenntnisse in Seemannschaft, Schifffahrtsrecht, Navigation, Gezeiten- und Wetterkunde.

Voraussetzungen für den Sportküstenschifferschein (SKS):

  • Ab 16 Jahren
  • SBF See
  • Nachweis über 300 ersegelte Seemeilen auf Yachten im Küstenbereich

Für den SKS ist eine theoretische und eine praktische Prüfung abzulegen. Die gesamte Prüfung muss innerhalb von 2 Jahren abgeschlossen sein.

Die theoretische Prüfung besteht aus einem Fragebogen, einer Kartenaufgabe und ggf. einer mündlichen Prüfung. Erweiterte Kenntnisse der

  • Navigation,
  • der Seemannschaft,
  • des Schifffahrtsrechts und
  • der Wetterkunde sind nachzuweisen.

In der praktischen Prüfung müssen die theoretischen Kenntnisse über das Führen einer Yacht in Küstengewässern umgesetzt und angewendet werden. Neben der Pflichtaufgabe (Rettungsmanöver) sind ausgewählte Manöver und sonstige Fertigkeiten vorzuführen.

Der Sportsegelschein (SPOSS) wird ausschließlich in DSV-Vereinen ausgebildet, geprüft und erteilt. Er bescheinigt dem Inhaber die notwendigen Segel- und Regattakenntnisse.
Der Sportsegelschein befähigt den Schiffsführer zum Führen von Yachten unter Segel auch mit Antriebsmaschine in Küstengewässern. Er gilt als Befähigungsnachweis für die Versicherung und die Vercharterer.

Von Vorteil für den Erwerb des SPOSS ist der Besitz des amtlichen Führerscheins Sportbootführerschein See. Für den SPOSS ist eine theoretische und eine praktische Prüfung abzulegen. Die gesamte Prüfung muss innerhalb von 2 Jahren abgeschlossen sein.

Die theoretische Prüfung besteht aus einem Fragebogen, einer Kartenaufgabe und ggf. einer mündlichen Prüfung.

Dabei sind folgende Kenntnisse nachzuweisen:

1) Seemannschaft mit den Themen:

  • Yacht- und Schiffbaukunde
  • Theorie des Segelns
  • Allgemeine seemännische Arbeiten
  • Sicherheit
  • Revierspezifische Besonderheiten (Naviga­tion, Segeln im Strom, Warnsignale)

2) Umweltgerechtes Verhalten 

3) Schifffahrtsrecht (u.a. Ausweichregeln, Seezeichen, Lichterführung)

4) Wetterkunde

5) Wettfahrtregeln

In der praktischen Prüfung müssen die theoretischen Kenntnisse über das Führen einer Yacht unter Segeln in Küstengewässern umgesetzt und angewendet werden. Neben der Pflichtaufgabe (Rettungsmanöver) sind ausgewählte Manöver und sonstige Fertigkeiten vorzuführen.

Weitere Informationen: SPOSS-Vorschrift und Durchführungs-Vorschrift

Ausbildung auf der Seekarte

Sportbootführerschein See (SBF See)

Die Ausbildungsthemen sind u. a:

  • Seeschifffahrtsrecht
  • Seemannschaft
  • Wetterkunde
  • Navigation
  • Fahrzeugführung
  • Sicherheit
  • Praktische Ausbildung (Knoten)

Die Prüfung für den SBF-See findet vor dem Prüfungsausschuss statt.
Der theoretische Prüfungsteil wird mit dem Multiple-Choice-Verfahren durchgeführt.

Sportsegelschein (SPOSS) und Sportküstenschifferschein (SKS)

Nach dem Sportbootführerschein See Kurs geht es nahtlos mit den Unterrichtseinheiten zum SPOSS und SKS weiter. Dieser Kurs endet mit der Theorie-Prüfung des Sportsegelscheines (SPOSS) und der Vorbereitung für den Sportküstenschifferschein (SKS).

Für den Sportküstenschifferschein (SKS) ist der Sportbootführerschein See als Prüfungsvoraussetzung vorgeschrieben.

Auch die Wassersportler, die ihr Wissen auffrischen möchten, sind herzlich willkommen!

Kursgebühren:

Sportbootführerschein See: Informationen über die Kursgebühren auf Anfrage

Diese Gebühren beinhalten eine praktische Ausbildungsfahrt auf einem Motorboot und die Prüfungsfahrt, jedoch nicht die DSV – Prüfungsgebühren. Die Teilnahme am weiterführenden SPOSS/SKS Kurs ist ebenfalls enthalten.

SPOSS-Kurs ohne SBF See Teilnahme: Informationen über die Kursgebühren zum Sportsegelschein (SPOSS) und Sportküstenschifferschein (SKS) auf Anfrage.

Anmeldung

Anmeldungen werden über schulung@svk-kiel.de zu gegebener Zeit entgegen genommen (siehe Aktuelles) oder über den Aushang am schwarzen Brett im Clubheim der SVK.

Das Schulungsteam der SVK
Susann Jersch